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zwischen Gestern & Morgen – vom (nicht) sein

Von Glück und Unglück Geldscheine sind aus Papier, damit der Wind leichtes Spiel hat. Münzen sind rund, damit sie bis in den Gulli rollen können. So viel zum Pech! Zum Glück aber sei gesagt, dass das Leben nicht aus Sekunden besteht, die verrinnen, sondern aus Augenblicken, die sich addieren. Auf der Suche nach Antworten Es gibt eine andere Welt, in der alles anders ist. Dort ist der Himmel aus Wasser und Erde und in ihrer Mitte ist ein wenig Luft und kein bisschen Licht. Und es gibt dort auch mehr Antworten als Fragen. Aber schön ist diese Welt nicht — wie könnte sie auch, wenn dort doch alles anders ist. (Gerhard Feil)

Unlogisch

Obwohl ein Leben ohne die Sucht
viel leichter wäre
entscheiden sich die Süchtigen
immer wieder für das Schwerere
und begründen das auch noch
mit ihrer Schwäche.
(Gerhard Feil)
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Viel zu früh

Wenn von einer Sekunde auf die andere
alles was man an Zukunft
noch vor sich zu haben glaubte
sich auf eben diese eine Sekunde reduziert …

wenn so unvermittelt
aus der Mitte des Lebens
dessen Ende wird
weil plötzlich alles zu spät ist …

dann kommt
was auch immer
danach noch kommen mag

viel zu früh
(Gerhard Feil)
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Lebenszeit

Ein Leben beginnt
nicht erst mit der Geburt
sondern schon mit der Befruchtung
und es endet
nicht schon beim letzten Atemzug
sondern erst dann
wenn es keine Früchte mehr trägt
erst wenn sich niemand mehr daran erinnert
(Gerhard Feil)
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Nur ein Spiel

Das Leben spielt mit mir,
und auch wenn ich durchaus weiß
dass ich nicht gewinnen kann,
so weiß ich doch ebenso, dass es nur ein Spiel ist,
und dass es bei diesem Spiel
gar nicht aufs Gewinnen
ankommt.
(Gerhard Feil)
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Von Glück und Unglück

Geldscheine sind aus Papier,
damit der Wind leichtes Spiel hat.
Münzen sind rund, damit sie
bis in den Gulli rollen können.
So viel zum Pech!

Zum Glück aber sei gesagt,
dass das Leben
nicht aus Sekunden besteht,
die verrinnen,
sondern aus Augenblicken,
die sich addieren.
(Gerhard Feil)
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Was mir nicht alles schon gestohlen wurde

Geld, Zeit, eine Jacke, ein Handy,
zwei, drei wirklich gute Gelegenheiten,
Zuversicht, Hoffnungen, Wünsche und Träume,
die eine oder andere echte Chance,
das Vertrauen — auch das in mich,
der Glaube an das Gute
und ein Herz voller Gefühle.
All das hat man mir gestohlen.

Aber was ist das schon
in Anbetracht dessen,
was mir geschenkt wurde
am Tag meiner Geburt
und jeden Tag danach.
(Gerhard Feil)
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Ich frage mich

Es gibt Leute die unglücklich sind
obwohl es ihnen an nichts mangelt

und es gibt Leute die glücklich sind
obwohl es ihnen an allem mangelt.

Nehmen die eigentlich
die gleichen Drogen?
(Gerhard Feil)
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ungewollte Wirklichkeit

die Alten träumen von der Vergangenheit
die Jungen träumen von der Zukunft

und gleichsam träumt alt und jung
dabei von besseren Zeiten

wird das wirklich der Gegenwart gerecht?
(Gerhard Feil)
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Ungehaltene Versprechen

was du dir alles
von mir versprichst

das kann ich nicht halten
(Gerhard Feil)
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Kraftlose Worte

Kein Liebesgedicht
bringt mich dir näher

und allen Weisheiten zum Trotz
bleibe ich ein Narr

vernarrt in ein Herz
das mich nicht hört
und auch nicht lesen mag
(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   https://www.gegge.de