zwischen Gestern & Morgen – ohne Netz

Es wäre nicht schwer Würde ich mich beschränken müssen auf das Nötigste das ich zum Leben brauche oder auf das Wertvollste das Schönste oder das Wichtigste es wäre nicht schwer es hätte dein Gewicht Würde ich mich nicht beschränken müssen und dürfte aus einem Überfluss an Möglichkeiten unbegrenzt mir einfach nehmen es wäre nicht schwer es hätte dein Gewicht Rosengedicht Ich will mich betrinken an deinem Nektar und mich berauschen an deinem Duft und tief in deiner Blüte will ich darauf warten dass die Nacht über uns hereinbricht und du mich zart einschließt in deinen Blütenkelch Es ist kein Kraut gewachsen gegen den Liebeskummer aber vielleicht gibt es eines gegen die Liebe und vielleicht gibt es eines gegen den Kummer und vielleicht helfen dann diese beiden gegen denjenigen, gegen den kein Kraut gewachsen ist. Annäherung Was ich von dir möchte ist dir zu viel Was du von mir möchtest ist mir zu wenig Aber irgendwann werden wir beide davon genug haben (Gerhard Feil)

Es wäre nicht schwer

Würde ich mich beschränken müssen
auf das Nötigste
das ich zum Leben brauche
oder auf das Wertvollste
das Schönste oder das Wichtigste

es wäre nicht schwer
es hätte dein Gewicht

Würde ich mich nicht beschränken müssen
und dürfte aus einem Überfluss an Möglichkeiten
unbegrenzt mir einfach nehmen

es wäre nicht schwer
es hätte dein Gewicht
(Gerhard Feil)
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Bescheidenheit

Ich will das Beste für dich
und das Beste für mich
und denke
das Beste für uns
wären wir

Du aber denkst
es wäre besser für dich
und auch besser für mich
wenn wir beide uns
mit dem Zweitbesten
begnügen würden
(Gerhard Feil)
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Geliebte Diebin

Du raubst mir den Atem
Du raubst mir den Verstand
Du raubst mir die Hoffnung

doch trotz alldem
was du mir nimmst
bereicherst du mein Leben
(Gerhard Feil)
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Rosengedicht

Ich will mich betrinken
an deinem Nektar
und mich berauschen
an deinem Duft

und tief in deiner Blüte
will ich darauf warten
dass die Nacht
über uns hereinbricht

und du mich zart einschließt
in deinen Blütenkelch
(Gerhard Feil)
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Der Schwerkraft folgend

Wie ein Schweißtropfen
möchte ich
von deiner Schläfe aus
an deiner Nase vorbei
über deine Lippen rollen
von deinem Kinn tropfen
den Hals entlang
in dein Dekolleté rinnen
zwischen deinen Brüsten
zu deinem Nabel
um mich von dort
fallen zu lassen

in deinen Schoß
(Gerhard Feil)
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Der englische Rasen

Er liegt vor mir im Halbschatten:
makellos, schön und gepflegt.

Und so wie er sich mir anbietet
in seiner verlockenden Anmut,
erinnert er mich an dich.

Nicht zuletzt wohl auch
wegen des Schildes:

„Spielen verboten“
(Gerhard Feil)
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Komm zu mir

Vielleicht bräuchte ich dich weniger,
wenn ich dich hätte.

Vielleicht müsste ich seltener an dich denken,
wenn du öfters an mich denken würdest.

Vielleicht könnte ich dich loslassen,
wenn ich dich umarmen dürfte.

Vielleicht könnte ich dich gehen lassen,
wenn du jetzt hier wärst.

Vielleicht aber auch nicht.
(Gerhard Feil)
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Es ist kein Kraut gewachsen

Es ist kein Kraut gewachsen
gegen den Liebeskummer
aber vielleicht gibt es eines
gegen die Liebe
und vielleicht gibt es eines
gegen den Kummer
und vielleicht helfen dann
diese beiden gegen denjenigen,
gegen den kein Kraut gewachsen ist.
(Gerhard Feil)
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Glasklar

Manchmal sehe ich mich
im Spiegel solange an,
bis ich mich selbst
nicht mehr wahrnehme.
Dann sehe ich einfach
durch mich hindurch.

So als wäre ich gar nicht da.
So wie mit deinen Augen.
(Gerhard Feil)
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Annäherung

Was ich
von dir möchte
ist dir zu viel

Was du
von mir möchtest
ist mir zu wenig

Aber irgendwann
werden wir beide
davon genug haben
(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   https://www.gegge.de

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