IN MOMENTEN WIE DIESEM..
wenn meine Hände die Tastatur berühren,aber nicht tippen -
weil da keine Worte mehr kommen,
die geschrieben sein wollen (oder sollten) -
dann gönnen sich meine Hände
ungefragt eine Auszeit,
und ganz überrascht bemerke ich,
..wie sich eine Tastatur anfühlt.
(Gerhard Feil)
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ES IST AUCH SCHÖN,
wenn man Rückschläge hinzunehmen gelernt hat,wenn man Niederlagen sich eingestehen kann,
wenn man an Ungerechtigkeiten nicht mehr verzweifelt
und sich selbst immer treu bleibt -
ohne dabei arrogant zu sein.
Wer im Leben immer Glück hatte -
worauf will der schon stolz sein?
Wer nie eine Aufgabe meistern mußte -
was hat der für Erfolge?
Wer nie gefallen ist, der weiß auch nicht,
wie schön es ist, sich hochzurappeln,
aufzustehen und den Staub abzuklopfen,
über sich selbst zu lachen
und dem Leben aufs Neue die Zähne zu zeigen
- und alle zu verblüffen, indem er sagt:
"Das Hinfallen gerade eben hat richtig gut getan."
(Gerhard Feil)
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GLÜCK ALS ZIEL?
Mal angenommen,das Glück ist wie der Gipfel von einem Berg.
Mal angenommen,
man steht am Fuß des Berges
und blickt voll Sehnsucht hinauf.
Mal angenommen
man hat Ehrgeiz, Mut und Ausdauer
diesen Berg zu erklimmen,
was muß das dann für ein Ausblick sein?
Über sich nichts (Erreichbares) mehr
und unter sich, wohin man auch blickt,
nichts Wünschenswertes zu erkennen.
Wem da nicht urplötzlich Flügel wachsen,
der verdient unser aufrichtiges Beileid.
(Gerhard Feil)
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Kreuzungen
Die guten alten Kreuzungen,wie lange wird es sie noch geben?
Von der Evolution zum Kreisverkehr mutiert
werden sich unsere Wege künftig nicht mehr
kreuzen. Nein, wir drehen uns im Kreis bis
uns der Schwindel packt. Nur wer zurückfällt
oder voranprescht hat die Chance den „Anderen”
zu treffen. Der Rest weicht kreisdrehend aus
- der Entscheidung, dem Anderen und sich selbst.
(Gerhard Feil)
ES GIBT TAGE
Es gibt Tage,an denen bin ich zu jedermann freundlich.
Anderen Autofahrern gegenüber bin ich nachsichtig,
Bettlern gebe ich Geld - und mir selber kaufe ich Blumen.
An solchen Tagen wünsche ich mir, eine Fliege zu sehen -
nur um mich zu vergewissern,
daß ich wenigstens ihr etwas antun kann.
(Gerhard Feil)
schmerzfrei?
Wenn ich mir den Fuß verstauche,dann achte ich auf den folgenden Metern
ganz besonders auf den Weg, den ich gehe.
Ich habe nie verstanden,
wie manche Menschen
von einem Partner zum nächsten springen.
(Gerhard Feil)
IMMER DANN
Immer dann,wenn ich ganz nahe dran bin,
den Verstand zu verlieren,
komme ich wieder zur Vernunft.
(Gerhard Feil)
Mein kleiner Kater,
viel weiter ist der Horizont als
dich die kleinen Tatzen tragen.
Die Welt ist schön und grenzenlos,
schau sie dir an - du wirst es sehen.
Ich seh' dir nach.
Nein, nicht ohne Tränen in den Augen,
die leicht wegzuwischen wären.
Viel leichter, als die Lücken aufzufüllen,
die mir tagtäglich um die Füße streunen,
sich meinem Blick in den Weg stellen
und mir nicht ins Ohr schnurren.
Du bist so zierlich und klein und reißt
mir so große Löcher in mein Leben
Das Katzengras wird wuchern,
aber ich bezweifle stark,
dass es die Lücken schließt.
(Gerhard Feil)
Gedanken
Manchmal trifft man auf einen Gedanken, schnappt sich ein paar Worte und bringt ihn zu Papier.Und hin und wieder schnappt man ein paar zu Papier gebracht Worte auf und trifft dabei auf einen Gedanken.
Aber meistens treffen die Gedanken auf die Worte, schnappen über - und das Papier bringt es nicht weiter als bis zum Mülleimer.
(Gerhard Feil)
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Autoreninfo
Gerhard Feil (ich)
…wurde am 29.10.1966 in Augsburg geboren.Kein Studium (außer dem Leben an sich)
Ich bin seit 1998 freiberuflicher Webdesigner
und schreibe aus reiner Freude an der Wortmalerei
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