× Bitte deaktivieren Sie Ihren AdBlocker (zumindest für die Seite gegge.de)!

Diese Webseite bietet Ihnen KOSTENLOS und WERBEFREI! mehr als 300 Gedichte
Ihr Adblocker verhindert, dass sogenannte Zählpixel der Vg-Wort abgerufen werden können.
Ohne Zählpixel kann nicht festgestellt werden, wieviel Tantiemen mir von der VG-Wort zustehen.

Zählpixel verursachen KEINEN Traffic, werden NICHT personalisiert und stellen KEINE Gefahr dar.
Durch deaktivieren des Adblockers sorgen Sie dafür, dass mir mein winziger Anteil der VG-Wort
Tantiemen nicht vorenthalten wird - ohne dass Ihnen Kosten entstehen!

Trauer – Gedichte von Gerhard Feil

VOM HALTBARKEITSDATUM DER GEFÜHLE

Was für ewig gedacht war
hat nicht ewig gehalten
bleibt mir nur die Hoffnung
das dies dann aber auch
für meinen Kummer gilt.

(Gerhard Feil)

die Überreste unserer Liebe

in einer hübschen Schachtel
voller schöner Erinnerungen
im Schrank auf dem Speicher

um in Vergessenheit zu geraten
bei dem, der noch nicht vergessen hat
dass sie dort oben liegen

die Überreste unserer Liebe

(Gerhard Feil)

IN MOMENTEN WIE DIESEM..

wenn meine Hände die Tastatur berühren,
aber nicht tippen —
weil da keine Worte mehr kommen,
die geschrieben sein wollen (oder sollten) —
dann gönnen sich meine Hände
ungefragt eine Auszeit,
und ganz überrascht bemerke ich,
…wie sich eine Tastatur anfühlt.

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

ALLES IST IN BEWEGUNG

Nichts ist für die Ewigkeit
Ein Kommen und Gehen
der Menschen und Gefühle

Und wenn sich etwas
plötzlich und für immer
nicht mehr bewegt

selbst dann bewegt es
zwar nicht mehr sich

— aber umso mehr uns

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

GANZ NAH BEI DIR

ich hab mich
so sehr auf dich eingelassen
und mich so sehr
an deine Bedürfnisse angepasst,
dass ich mich jetzt
kaum noch wiederfinde,
seit ich mich nicht mehr
in deiner Nähe suchen kann.

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

BILDER VON DIR

gemacht in guten Zeiten
um glückliche Momente festzuhalten

gemacht ohne zu denken
dass diese Momente vergehen

gemacht ohne zu ahnen
wie sehr es schmerzt

mich jetzt daran zu erinnern

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

ES IST VORBEI

Ich bin die Unruh in Person,
mich zu bewegen — mein Beruf.
Die Uhrzeit steht seit langem schon,
die Zeit, die ich bislang erschuf.

Am Laufen halten was nur geht
versuche ich von Anfang an.
Dass der Zeiger nun trotzdem steht,
ist etwas, wofür ich nichts kann.

Ich bin immer noch am Schlagen,
doch irgendwo ist was verhakt;
der Uhrzeiger steht seit Tagen,
missachtet den Sekundentakt.

Nun sage ich — und bin so frei
es ginge mich ja gar nichts an,
nur unterm Strich — ist es vorbei,
egal ob ich dafür was kann.

(Gerhard Feil)

UNAUSGEWOGEN

Ich stelle mir immer wieder eine Frage

wiegt es sich auf
Das Glück das wir hatten
die Zuversicht die wir teilten

wiegt sich das auf
mit der trostlosen Leere
in der Du mich nun zurücklässt.

und wie kann es sein
dass sich diese Leere
so vielfach schwerer anfühlt

?

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

DIE WERTUNG

Der Reiche, der am Reichtum hängt,
ist ärmer, als man schlechthin denkt,
denn abgeseh'n von seinem Geld,
ist er der Ärmste dieser Welt.

Mit Freunden, ist der arme Mann,
viel reicher, als man glauben kann,
denn abgeseh'n von ein paar Gulden,
fehlt ihm ja nichts zu seinen Schulden.

Der Mensch, egal, ob arm, ob reich
stirbt irgendwann — da sind wir gleich
Und welchen Wert sein Leben hatte
steht selten auf der Mamorplatte.

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

für Pepino (entlaufen Juni 03)



Mein kleiner Kater,
viel weiter ist der Horizont als
dich die kleinen Tatzen tragen.
Die Welt ist schön und grenzenlos,
schau sie dir an — du wirst es sehen.
Ich seh' dir nach.
Nein, nicht ohne Tränen in den Augen,
die leicht wegzuwischen wären.
Viel leichter, als die Lücken aufzufüllen,
die mir tagtäglich um die Füße streunen,
sich meinem Blick in den Weg stellen
und mir nicht ins Ohr schnurren.
Du bist so zierlich und klein und reißt
mir so große Löcher in mein Leben
Das Katzengras wird wuchern,
aber ich bezweifle stark,
dass es die Lücken schließt.

(Gerhard Feil)

VERGESSEN

ich denke an Dich
während der feine Sand
mir durch die Finger rieselt.
ein schönes Gefühl
ist so leicht zu greifen
aber nicht aufzuhalten.
Der Wind verwischt deine Spuren
aber mit jeder Welle am Strand
tauchen wieder Erinnerungen auf.

(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?

TOT?

ihren anblick vor augen
ihren geruch im sinn
ihre stimme noch im ohr

habe ihr wesen erkannt
ihre liebe erfahren und
ihren mut in meinem herzen

mag sein
daß sie gegangen ist
und nie mehr wiederkommt

aber sie ließ genug zurück
um für mich am Leben zu sein

(Gerhard Feil)

© Gerhard Feil   http://www.gegge.de