VOM HALTBARKEITSDATUM DER GEFÜHLE
Was für ewig gedacht war
hat nicht ewig gehalten
bleibt mir nur die Hoffnung
das dies dann aber auch
für meinen Kummer gilt.
(Gerhard Feil)
IN MOMENTEN WIE DIESEM..
wenn meine Hände die Tastatur berühren,
aber nicht tippen -
weil da keine Worte mehr kommen,
die geschrieben sein wollen (oder sollten) -
dann gönnen sich meine Hände
ungefragt eine Auszeit,
und ganz überrascht bemerke ich,
..wie sich eine Tastatur anfühlt.
(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?
ALLES IST IN BEWEGUNG
Nichts ist für die Ewigkeit
Ein Kommen und Gehen
der Menschen und Gefühle
Und wenn sich etwas
plötzlich und für immer
nicht mehr bewegt
selbst dann bewegt es
zwar nicht mehr sich
- aber umso mehr uns
(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?
GANZ NAH BEI DIR
ich hab mich
so sehr auf dich eingelassen
und mich so sehr
an deine Bedürfnisse angepasst,
dass ich mich jetzt
kaum noch wiederfinde,
seit ich mich nicht mehr
in deiner Nähe suchen kann.
(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?
BILDER VON DIR
gemacht in guten Zeiten
um glückliche Momente festzuhalten
gemacht ohne zu denken
dass diese Momente vergehen
gemacht ohne zu ahnen
wie sehr es schmerzt
mich jetzt daran zu erinnern
(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?
ES IST VORBEI
Ich bin die Unruh in Person,
mich zu bewegen - mein Beruf.
Die Uhrzeit steht seit langem schon,
die Zeit, die ich bislang erschuf.
Am Laufen halten was nur geht
versuche ich von Anfang an.
Dass der Zeiger nun trotzdem steht,
ist etwas, wofür ich nichts kann.
Ich bin immer noch am Schlagen,
doch irgendwo ist was verhakt;
der Uhrzeiger steht seit Tagen,
missachtet den Sekundentakt.
Nun sage ich - und bin so frei
es ginge mich ja gar nichts an,
nur unterm Strich - ist es vorbei,
egal ob ich dafür was kann.
(Gerhard Feil)
UNAUSGEWOGEN
Ich stelle mir immer wieder eine Frage
wiegt es sich auf
Das Glück das wir hatten
die Zuversicht die wir teilten
wiegt sich das auf
mit der trostlosen Leere
in der Du mich nun zurücklässt.
und wie kann es sein
dass sich diese Leere
so vielfach schwerer anfühlt
?
(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?
DIE WERTUNG
Der Reiche, der am Reichtum hängt,
ist ärmer, als man schlechthin denkt,
denn abgeseh'n von seinem Geld,
ist er der Ärmste dieser Welt.
Mit Freunden, ist der arme Mann,
viel reicher, als man glauben kann,
denn abgeseh'n von ein paar Gulden,
fehlt ihm ja nichts zu seinen Schulden.
Der Mensch, egal, ob arm, ob reich
stirbt irgendwann - da sind wir gleich
Und welchen Wert sein Leben hatte
steht selten auf der Mamorplatte.
(Gerhard Feil) 
Gedicht als Grußkarte ansehen?
für Pepino (entlaufen Juni 03)
Mein kleiner Kater,
viel weiter ist der Horizont als
dich die kleinen Tatzen tragen.
Die Welt ist schön und grenzenlos,
schau sie dir an - du wirst es sehen.
Ich seh' dir nach.
Nein, nicht ohne Tränen in den Augen,
die leicht wegzuwischen wären.
Viel leichter, als die Lücken aufzufüllen,
die mir tagtäglich um die Füße streunen,
sich meinem Blick in den Weg stellen
und mir nicht ins Ohr schnurren.
Du bist so zierlich und klein und reißt
mir so große Löcher in mein Leben
Das Katzengras wird wuchern,
aber ich bezweifle stark,
dass es die Lücken schließt.
(Gerhard Feil)
ER IST TOT
Er ist von uns gegangen
sagt man so schön
als könne man
es schön reden
Er ist tot
(Gerhard Feil)
VERGESSEN
ich denke an Dich
während der feine Sand
mir durch die Finger rieselt.
ein schönes Gefühl
ist so leicht zu greifen
aber nicht aufzuhalten.
Der Wind verwischt deine Spuren
aber mit jeder Welle am Strand
tauchen wieder Erinnerungen auf.
(Gerhard Feil)
Gedicht als Grußkarte ansehen?
TOT?
ihren anblick vor augen
ihren geruch im sinn
ihre stimme noch im ohr
habe ihr wesen erkannt
ihre liebe erfahren und
ihren mut in meinem herzen
mag sein
daß sie gegangen ist
und nie mehr wiederkommt
aber sie ließ genug zurück
um für mich am Leben zu sein
(Gerhard Feil)
die Überreste unserer Liebe
in einer hübschen Schachtel
voller schöner Erinnerungen
im Schrank auf dem Speicher
um in Vergessenheit zu geraten
bei dem, der noch nicht vergessen hat
dass sie dort oben liegen
die Überreste unserer Liebe
(Gerhard Feil)