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(un)begrenzte Möglichkeiten – der Nähe

Kuss um Kuss

will ich dem
näher kommen
was ich in dir
zu sehen glaube
zu glauben hoffe
und zu hoffen
nicht müde werde.

(Gerhard Feil)

Reichweite der Gefühle

Unendlich scheinen mir
von allen Gefühlen
vor allem die eigenen.
Vom näherliegenden
bis zum entferntesten
scheinen sie zu reichen.
Nur nicht bis zu Dir.
Es gelingt ihnen nicht
Dich zu berühren.

(Gerhard Feil)

Inmitten der Verluste

Der Tag verliert sich
in Gedanken
die sich im Tag verlieren.
Inmitten der Verluste
finden wir einander
und gewinnen uns.

(Gerhard Feil)

Erfahrungswerte

Schlechte Erfahrungen
die im Grunde doch gut waren
bevor sie schlecht wurden
und nach langer Zeit
wieder gut werden
weil sie uns dann
nicht mehr schrecken
sondern nur warnen
wachsam zu sein
und nicht erneut
so tief zu fallen
wenn der Mut
sich fallen zu lassen
endlich wiederkehrt
und man wieder
Gefallen findet
am Erwerb neuer Erfahrungen.

(Gerhard Feil)

Hände sehen mehr

Was Augen nicht spüren
kann man mit Händen sehen,
mit Ohren schmecken
und mit den Lippen hören –
wenn ein Kuss
gestern am Mund begann
und heute an den Zehen
noch nicht endet.
Hände sehen mehr
wenn aus der Dunkelheit der Nacht
Lichtstark gehauchte Unworte
im Echo zitternder Körper
keineswegs frieren.

(Gerhard Feil)

Bettgeschichte

Ein Duft erzählt mir
wortlos die Geschichte
vom süßen Geheimnis
die das zerknüllte Laken
in sich birgt.
Ohne Frage
müßte man eigentlich
das Bett frisch beziehen
Ein Buch zu verbrennen
wäre auch nicht schwerer.

(Gerhard Feil)

Unruhe

ruhig und gelassen
überlasse ich mich
meiner Unruhe
und allem
was da am kommen war
ohne gegangen zu sein.
während sich die Ruhe
zur Unruhe legt
so wie du dich
in meine Arme
und wir uns
in die Nacht.

(Gerhard Feil)

Zwischenbilanz

Ich betrachte mein Leben,
addiere Positives
und subtrahiere
alle Mängel.
Die Summe unterm Strich,
rechnerisch – ein riesiges Haben,
gefühlt – ein einziges Soll.

(Gerhard Feil)

Da rennt einer

Da rennt einer
schon seit Jahren
etwas hinterher
wovon er sich
Glück verspricht.

Da rennt einer
und hat das Glück,
verschont zu bleiben
von den Enttäuschungen,
die es ihm bescheren würde.

Da rennt einer
die ganze Zeit
den Tränen nahe
und ahnt nicht,
dass es Freudentränen sind.

(Gerhard Feil)

Für einen Freund

Mit all seiner verletzbaren Bedürftigkeit
ins offene Messer zu laufen
weil die Wunde ohnehin
schon längst spürbar ist
und das Messer
in diese Wunde passt
wie ein Herz zum anderen.

(Gerhard Feil)

© Gerhard Feil   http://www.gegge.de