Afrika

In Afrika verbrachte ich den Großteil meiner Kindheit.
Vorabinfos:
a) Grund - weil mein Vater gerne im Ausland arbeitete,
b) Wir lebten dort in deutschen Arbeitercamps, mit eigenen Schulen und deutschsprachigen Lehrern


Es begann 1966 in Nord-West-Afrika: Marokko 1966 - 1970 - wo ich gezeugt wurde, eine genauere Datumsangabe wäre allerdings rein spekulativ.
Unspekulativ aber spektakulärer war das Datum meiner Geburt (29.10.1966), für die ich - wohlbehütet im Bauch meiner Mutter - extra nach Augsburg in Bayern geflogen bin - denn ich sollte genausoso wie meine Eltern ein gebürtiger Bayer sein (man weiss ja nie, ob Bayern nicht irgendwann mal wieder ein Königreich wird und dann ... aber ich schweife ab)

Nach meiner Geburt ging es zurück nach Marokko - aber was soll ich dazu schon schreiben? Ich war klein und brauchte das Geld ;-)
Ich erinnere mich nicht daran, aber da gab es laut diverser Fotodokumentationen reichlich Matsch, Sonne, Spaß und sogar Papageien und Krokodile.

1970 ging es zurück nach Deutschland, da gab es dann weniger Matsch,Sonne und Krokodile - dafür Schnee und einen Hasen. Klingt langweilig - aber ich hab es genommen wies gekommen ist und das beste daraus gemacht.

Nach ein paar Jahren ging es dann nach Südafrika: Durban / Richards Bay 1973 - 1977
Hier war das Afrika dann so, wie man sich Afrika vorstellt (vorrausgesetzt man stellt es sich richtig vor) Also mit Elefanten, Nashörnern, Vogelsträußen, Affen, Löwen, Sonne Strand und Kokosnüssen...
Zwischendurch machten wir auch mal Urlaub in Deutschland um Oma und Opa zu besuchen, und zweimal waren wir in Brasilien, sahen die Copacabana in Rio de Janeiro, den ArtdIco-Christus auf dem Corcovado und dann noch in Argentinien den Regenwald und die tosenden Iguassu-Wasserfälle - und ein gähnend langweiliges Disney-Land in Buenos Aires.

Direkt im Anschluss folgten zwei Jahre in Westafrika: Nigeria /Lagos 1977 - 1979
Nicht schön! Diese Region Afrikas oberhalb der Elfenbeinküste war ein dreckiges und armselig anmutendes Land - zumindest im Vergleich mit dem von mir gewohnten Südafrika. Hier fielen mir jedenfalls viel deutlicher die Industrie und deren Abfälle, die hässlichen Strassen, die vielen stinkenden, lauten Autos, die Armut der Leute und ihre Toleranz gegenüber jeglichem Müll und Unrat auf. Hier lebte man sehr deutlich eine Apartheid, die mir in Südafrika nie aufgefallen war. Es gab Läden für Weiße (in die Schwarze nicht hinein durften) und es gab die Slums, die Armutsviertel der Schwarzen, in denen - unter meist nur mit Kabelresten zusammengebundenen Wellblechplatten - krank aussehende Menschen mit ihren paar Habseligkeiten und ein paar Straßenkötern schliefen. Diese Slums wurden aus mir unbekannten Gründen regelmäßig mit großen Baggern niedergerissen und entstanden dann nicht selten nur unweit entfernt über Nacht aufs neue.

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