vom Sinn der Dinge – Gedichte von Gerhard Feil

DIE KUNST SICH FALLEN ZU LASSEN Ohne an dem zu zweifeln was man tut, ohne darüber nachzudenken was man will, ohne Angst vor dem was daraus werden könnte, ohne Erwartungen — es einfach geschehen lassen (ganz gleich, was es sein mag) das alles kann ganz leicht sein… man darf nur nie versuchen es zu benennen. (Gerhard Feil)
WAS WIRKLICH VON BEDEUTUNG IST ob etwas wirklich von Bedeutung ist oder ob man dem nur Bedeutung zumisst das merkt man beim Wegfall der Bemessungsgrundlage. (Gerhard Feil)
HORIZONT DER MÖGLICHKEITEN Eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens ist die Liebe. Eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Liebe ist das Leben. Auf die eine oder andere Frage könnte die Antwort aber möglicherweise auch ich oder Du sein. (Gerhard Feil)
DURCHS LEBEN SCHWIMMEN Unentwegt machen wir Wellen als ginge es um nichts anderes als ständig unseren Kopf über Wasser zu halten. Dabei hätten wir eigentlich gar keinen Anlass zur Sorge würden wir einmal innehalten und dem Leben auf den Grund sehen. (Gerhard Feil)
VOM WOLLEN UND SOLLEN Wenn das was du gern tun willst nicht vereinbar ist mit dem was du tun sollst dann frage dich ob du dein Leben wirklich leben willst oder nur leben sollst und finde heraus wessen Erwartungen an dein Leben mehr Gewicht haben (Gerhard Feil)
VOM SINN DES LEBENS Die Frage nach des Lebens Sinn stellt man sich meistens mitten drin und auch zum Ende seines Lebens sucht man die Antwort noch vergebens. Dabei wär' eigentlich nur wichtig, „ihm Sinn zu geben — und zwar richtig!” (Gerhard Feil)
WORAUF ES ANKOMMT Nicht endlich finden was man sein Leben lang gesucht hat nur zur rechten Zeit erkennen was man die ganze Zeit finden wollte. (Gerhard Feil)
GLÜCK ALS ZIEL? Mal angenommen, das Glück ist wie der Gipfel von einem Berg. Mal angenommen, man steht am Fuß des Berges und blickt voll Sehnsucht hinauf. Mal angenommen man hat Ehrgeiz, Mut und Ausdauer diesen Berg zu erklimmen, was muß das dann für ein Ausblick sein? Über sich nichts (Erreichbares) mehr und unter sich, wohin man auch blickt, nichts Wünschenswertes zu erkennen. Wem da nicht urplötzlich Flügel wachsen, der verdient unser aufrichtiges Beileid. (Gerhard Feil)
UNSER SCHICKSAL Unser Schicksal ist nicht in Stein gehauen sondern nur vage mit Bleistift skizziert Wie sehr wir nach dieser Vorlage leben und wie farbenfroh wir unser Leben gestalten das liegt ganz allein in unserer Hand. (Gerhard Feil)
KREUZUNGEN Die guten alten Kreuzungen, wie lange wird es sie noch geben? Von der Evolution zum Kreisverkehr mutiert werden sich unsere Wege künftig nicht mehr kreuzen. Nein, wir drehen uns im Kreis bis uns der Schwindel packt. Nur wer zurückfällt oder voranprescht hat die Chance den „Anderen” zu treffen. Der Rest weicht kreisdrehend aus — der Entscheidung, dem Anderen und sich selbst. (Gerhard Feil)
Wenn man Antworten sucht auf die Frage nach dem Sinn des Lebens dann sollte man sich erst mal die Fragen stellen: * wem kann ich nützen? * was bereitet mir Freude? und dann das Leben entweder als „Aufgabe” oder als „Geschenk” sehen ohne einen Sinn darin zu suchen. (Gerhard Feil)

DIE KUNST
SICH FALLEN ZU LASSEN


Ohne an dem zu zweifeln
was man tut,
ohne darüber nachzudenken
was man will,
ohne Angst vor dem
was daraus werden könnte,
ohne Erwartungen
— es einfach geschehen lassen
(ganz gleich, was es sein mag)

das alles
kann ganz leicht sein…
man darf nur nie versuchen
es zu benennen.

(Gerhard Feil)
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WAS WIRKLICH VON BEDEUTUNG IST

ob etwas wirklich von Bedeutung ist
oder ob man dem nur Bedeutung zumisst
das merkt man beim Wegfall
der Bemessungsgrundlage.

(Gerhard Feil)

HORIZONT DER MÖGLICHKEITEN

Eine mögliche Antwort
auf die Frage
nach dem Sinn des Lebens
ist die Liebe.

Eine mögliche Antwort
auf die Frage
nach dem Sinn der Liebe
ist das Leben.

Auf die eine oder andere Frage
könnte die Antwort
aber möglicherweise auch
ich oder Du sein.

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DURCHS LEBEN SCHWIMMEN

Unentwegt machen wir Wellen
als ginge es um nichts anderes
als ständig unseren Kopf
über Wasser zu halten.

Dabei hätten wir eigentlich
gar keinen Anlass zur Sorge
würden wir einmal innehalten
und dem Leben auf den Grund sehen.

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VOM WOLLEN UND SOLLEN

Wenn das
was du gern tun willst
nicht vereinbar ist
mit dem was du tun sollst

dann frage dich
ob du dein Leben
wirklich leben willst
oder nur leben sollst

und finde heraus
wessen Erwartungen
an dein Leben
mehr Gewicht haben

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VOM SINN DES LEBENS

Die Frage nach des Lebens Sinn
stellt man sich meistens mitten drin
und auch zum Ende seines Lebens
sucht man die Antwort noch vergebens.
Dabei wär' eigentlich nur wichtig,
„ihm Sinn zu geben — und zwar richtig!”

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WORAUF ES ANKOMMT

Nicht
endlich
finden
was man
sein Leben lang
gesucht hat

nur
zur rechten Zeit
erkennen
was man
die ganze Zeit
finden wollte.

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GLÜCK ALS ZIEL?

Mal angenommen,
das Glück ist wie der Gipfel von einem Berg.
Mal angenommen,
man steht am Fuß des Berges
und blickt voll Sehnsucht hinauf.
Mal angenommen
man hat Ehrgeiz, Mut und Ausdauer
diesen Berg zu erklimmen,
was muß das dann für ein Ausblick sein?
Über sich nichts (Erreichbares) mehr
und unter sich, wohin man auch blickt,
nichts Wünschenswertes zu erkennen.

Wem da nicht urplötzlich Flügel wachsen,
der verdient unser aufrichtiges Beileid.

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UNSER SCHICKSAL

Unser Schicksal ist nicht in Stein gehauen
sondern nur vage mit Bleistift skizziert

Wie sehr wir nach dieser Vorlage leben
und wie farbenfroh wir unser Leben gestalten

das liegt ganz allein
in unserer Hand.

(Gerhard Feil)

KREUZUNGEN

Die guten alten Kreuzungen,
wie lange wird es sie noch geben?

Von der Evolution zum Kreisverkehr mutiert
werden sich unsere Wege künftig nicht mehr
kreuzen. Nein, wir drehen uns im Kreis bis
uns der Schwindel packt. Nur wer zurückfällt
oder voranprescht hat die Chance den „Anderen”
zu treffen. Der Rest weicht kreisdrehend aus
— der Entscheidung, dem Anderen und sich selbst.

(Gerhard Feil)

Wenn man Antworten sucht

auf die Frage
nach dem Sinn des Lebens

dann sollte man sich erst mal die Fragen stellen:
* wem kann ich nützen?
* was bereitet mir Freude?

und dann
das Leben entweder als „Aufgabe”
oder als „Geschenk” sehen
ohne einen Sinn darin zu suchen.

(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   https://www.gegge.de