glückliches – Gedichte von Gerhard Feil

NICHTS UND NIEMAND nichts das ich tun muß niemand der etwas erwartet nichts das mich bedrückt niemand der mich bedrängt nichts das mir fehlt niemand den ich vermisse nichts das ein Problem wäre niemand der zum Problem wird DIESES Nichts mindert mein Glück DIESER Niemand schränkt mich ein. (Gerhard Feil)
ES IST AUCH SCHÖN, wenn man Rückschläge hinzunehmen gelernt hat, wenn man Niederlagen sich eingestehen kann, wenn man an Ungerechtigkeiten nicht mehr verzweifelt und sich selbst immer treu bleibt — ohne dabei arrogant zu sein. Wer im Leben immer Glück hatte — worauf will der schon stolz sein? Wer nie eine Aufgabe meistern mußte — was hat der für Erfolge? Wer nie gefallen ist, der weiß auch nicht, wie schön es ist, sich hochzurappeln, aufzustehen und den Staub abzuklopfen, über sich selbst zu lachen und dem Leben aufs Neue die Zähne zu zeigen — und alle zu verblüffen, indem er sagt: „Das Hinfallen gerade eben hat richtig gut getan.” (Gerhard Feil)
UMSO LIEBEVOLLER Wir bewegen uns zu gleichmäßig um einander im Sturm zu berühren aber unsere Schatten umarmen einander umso liebevoller den ganzen Tag und sie verschmelzen mit zunehmender Dämmerung bis uns am nächsten Tag die ersten Sonnenstrahlen in flagranti ertappen (Gerhard Feil)
UNZERTRENNLICH So wie Hass sich von Liebe nährt, und Kummer an der Freude zehrt, So wie die Angst den Mut auffrisst, und Kraft sich mit der Schwäche misst, So wie Genuß und Leid sich kennen, und Gut und Bös zusammenhängen, So werden Glück und Unglück nie ewig halten, und unzertrennlich unser Leben gestalten. (Gerhard Feil)
SORGLOSIGKEIT Du lässt mich an deiner inneren Ruhe nicht einfach nur teilhaben Du teilst sie mit mir. (Gerhard Feil)
Es gibt Tage, an denen bin ich zu jedermann freundlich. Anderen Autofahrern gegenüber bin ich nachsichtig, Bettlern gebe ich Geld — und mir selber kaufe ich Blumen. An solchen Tagen wünsche ich mir, eine Fliege zu sehen — nur um mich zu vergewissern, daß ich wenigstens ihr etwas antun kann. (Gerhard Feil)
WIEDER DA zurück im Herbst nach einem gefühlten Frühling zurück in der Realität aufgewacht aus einem schönen Traum wieder da an dem Punkt an dem ich vor kurzem noch so unglücklich war es aber jetzt nicht mehr bin (Gerhard Feil)
HEUTE Im Frühling noch auf „Wolke Sieben” tat ich von ganzem Herz'n lieben, doch heute ist dies nun vorbei und morgen mir schon einerlei. Im Sommer hatte ich viel Spaß, lag hier am See und dort im Gras, doch heute ist das lang schon her, und morgen noch einen Tag mehr. Im Herbst, da war ich ungehalten, war aufgebracht und zwiegespalten, doch heute liegt dies weit zurück, und morgen auch - zu meinem Glück. Im Winter - schon ein End in Sicht, folgt die Moral von der Geschicht: Das Heute ist 'ne Jahreszeit und morgen schon - Vergangenheit. (Gerhard Feil)
Ich habe Beine! Der Baum steht sicher mit seinen Wurzeln und dort steht er noch wenn ich längst weiter bin auf meinem Weg. (Gerhard Feil)

NICHTS UND NIEMAND

nichts das ich tun muß
niemand der etwas erwartet

nichts das mich bedrückt
niemand der mich bedrängt

nichts das mir fehlt
niemand den ich vermisse

nichts das ein Problem wäre
niemand der zum Problem wird

DIESES Nichts mindert mein Glück
DIESER Niemand schränkt mich ein.

(Gerhard Feil)
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ES IST AUCH SCHÖN,

wenn man Rückschläge hinzunehmen gelernt hat,
wenn man Niederlagen sich eingestehen kann,
wenn man an Ungerechtigkeiten nicht mehr verzweifelt
und sich selbst immer treu bleibt —
ohne dabei arrogant zu sein.

Wer im Leben immer Glück hatte —
worauf will der schon stolz sein?
Wer nie eine Aufgabe meistern mußte —
was hat der für Erfolge?
Wer nie gefallen ist, der weiß auch nicht,
wie schön es ist, sich hochzurappeln,
aufzustehen und den Staub abzuklopfen,
über sich selbst zu lachen
und dem Leben aufs Neue die Zähne zu zeigen —
und alle zu verblüffen, indem er sagt:
„Das Hinfallen gerade eben hat richtig gut getan.”

(Gerhard Feil)
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UMSO LIEBEVOLLER

Wir bewegen uns
zu gleichmäßig
um einander
im Sturm
zu berühren

aber unsere Schatten
umarmen einander
umso liebevoller
den ganzen Tag

und sie verschmelzen
mit zunehmender Dämmerung
bis uns
am nächsten Tag
die ersten Sonnenstrahlen
nicht unbewegt ertappen

(Gerhard Feil)
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UNZERTRENNLICH

So wie Hass sich von Liebe nährt,
und Kummer an der Freude zehrt,

So wie die Angst den Mut auffrisst,
und Kraft sich mit der Schwäche misst,

So wie Genuß und Leid sich kennen,
und Gut und Bös zusammenhängen,


So werden Glück und Unglück nie ewig halten,
und unzertrennlich unser Leben gestalten.

(Gerhard Feil)

SORGLOSIGKEIT

Du lässt mich an
deiner inneren Ruhe
nicht einfach nur teilhaben

Du teilst sie mit mir.

(Gerhard Feil)
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ES GIBT TAGE

Es gibt Tage,
an denen bin ich zu jedermann freundlich.
Anderen Autofahrern gegenüber bin ich nachsichtig,
Bettlern gebe ich Geld —
und mir selber kaufe ich Blumen.
An solchen Tagen wünsche ich mir, eine Fliege zu sehen —
nur um mich zu vergewissern,
daß ich wenigstens ihr etwas antun kann.

(Gerhard Feil)

WIEDER DA

zurück im Herbst
nach einem gefühlten Frühling
zurück in der Realität
aufgewacht aus einem schönen Traum

wieder da
an dem Punkt
an dem ich vor kurzem
noch so unglücklich war

es aber jetzt
nicht mehr bin

(Gerhard Feil)

HEUTE

Im Frühling noch auf „Wolke Sieben”
tat ich von ganzem Herz'n lieben,
doch heute ist dies nun vorbei
und morgen mir schon einerlei.

Im Sommer hatte ich viel Spaß,
lag hier am See und dort im Gras,
doch heute ist das lang schon her,
und morgen noch einen Tag mehr.

Im Herbst, da war ich ungehalten,
war aufgebracht und zwiegespalten,
doch heute liegt dies weit zurück,
und morgen auch – zu meinem Glück.

Im Winter – schon ein End in Sicht,
folgt die Moral von der Geschicht:
Das Heute ist 'ne Jahreszeit
und morgen schon – Vergangenheit.

(Gerhard Feil)

Ich habe Beine!

Der Baum steht sicher
mit seinen Wurzeln

und dort steht er noch
wenn ich längst weiter bin

auf meinem Weg.

(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   https://www.gegge.de