unveröffentlichtes - 01/2019

Von der Zeit Tage und Jahre verrinnen bis am Ende nichts mehr bleibt außer den wenigen Momenten in denen man die Zeit vergaß. Flüchtige, zeitlose Momente addieren sich zu einem Sinn den das Leben rückblickend hattewenn von der Zeit nichts bleibt. Der zarte Hauch eines Versprechen Noch ist der Frühling nicht viel mehr als der zarte Hauch eines Versprechen. Aber man kann es bereits sehen, am Abendrot und fast meint man es hören zu können, wie sich die ersten Wurzeln durch den noch halbfrostigen Boden kämpfen. Noch ist der Frühling nicht viel mehr als der zarte Hauch eines Versprechen. Aber schon durchbrechen die ersten Sonnenstrahlen den grauen Schleier einer Winterschwermut und frostmüde Glieder erwärmen sich zaghaft für den Tanz der ihnen keineswegs versprochen wurde. (Gerhard Feil)

Anheimfallen

Dem Liebreiz deines Antlitz
Der Anmut deiner Bewegung
Der Harmonie deiner Stimme
Der Zartheit deiner Haut
Der Schönheit deines Körpers
Dem Geschmack deiner Lippen
Dem Duft deines Haares
Dem ganzen Zauber deines Seins

Ach .. seufz ...
du holde Weiblichkeit
du Sinneslust, du Augenschmaus
du ständig quälender Quell
der nimmersatten Freude

Du treibst mich an,
treibst mich zu weit
treibst mich - bis
an den Rande des Abgrundes

und ich springe verwegen
deinem ganzen ich entgegen
und falle nicht weniger tief
als Dir anheim
(Gerhard Feil)
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Regentropfen am Fenster

wie Regentropfen
prasseln Tränen
an das Fenster
und schwer
wie Schwermut
rinnen Sie daran herab

wie Tränen
rinnen Regentropfen
mir aus dem Herzen
und leicht
wie ein Vielleicht
bläst ein Sturm sie fort

Wie ein Sturm
toben draußen meine Gefühle
und dringen
durch das Fenster meiner Seele
zurück zu mir nach innen.
(Gerhard Feil)
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Fluch und Segen begrenzter Zeit

Für dich ist es ein Hauch von Leben
Für deine Seele ein Hauch von Sterblichkeit.

Für beide ist es eine vage Ahnung
vom Fluch und Segen begrenzter Zeit.

Ein Funke der Liebe zündet die Flamme
und ein letzer Atemzug bläst sie wieder aus.

Dazwischen -
Nicht mehr und auch nicht weniger
als ein Feuer
das Licht und Wärme spenden kann
oder in blinder Wut alles niederbrennt
bis ihm selbst die Luft ausgeht.
(Gerhard Feil)
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Von der Zeit

Tage und Jahre verrinnen
bis am Ende nichts mehr bleibt
außer den wenigen Momenten
in denen man die Zeit vergaß.

Flüchtige, zeitlose Momente
addieren sich zu einem Sinn
den das Leben rückblickend hatte
wenn von der Zeit nichts bleibt.
(Gerhard Feil)
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Den anderen ernst nehmen

Den anderen so ernst nehmen wie man selber gern
ernst genommen werden möchte

Und ihn anders sein lassen
wie man auch selber gern
anders seien dürfen möchte

Und sich selbst nicht zu wichtig nehmen
wie man dies ja auch von anderen erwartet.

Und in aller Aufregung
sich nicht aufregen
sondern atmen.
Einfach, ruhig... weiter atmen.
(Gerhard Feil)
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Wer sich nicht findet

Unter deiner Haut
will ich mich finden
hinter deinem Gesicht
im Sinn deiner Worte
der Klarheit deiner Gedanken
der Reinheit deiner Gefühle
deiner Lust am Leben
deiner Freude an Kleinigkeiten
und in der Art, wie du
mit anderen umgehst.

Deine Äußerlichkeiten
mögen bezaubernd sein
Verzaubern aber -
das lasse ich mich
nur von Inhalten.
(Gerhard Feil)
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Haben will

Dass ich dich haben will
bedeutet nicht,
dass ich dich haben muss.

In etwa so, wie Nahrung, Trinken,
oder ein Dach überm Kopf.
All so etwas will man ja auch
ohne es haben zu müssen.

Selbst Luft zum atmen muss man nicht haben.
Eine Zeitlang kommt man auch ohne all dem halbwegs zurecht -
und genauso verhält es sich auch mit Dir.
(Gerhard Feil)
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Gefühlte Fülle einer Stunde

Was ich mit dir gerne
alles machen möchte
dazu reicht ein Leben nicht

Aber für ein erstes
sich an den Händen fassen,
sich in die Augen sehen,
sich in die Arme nehmen,
und einen ersten zarten Kuss
Da reicht durchaus eine Stunde

und es bliebe sogar Zeit
für einen Kaffee
und um Dir die ersten drei Zeilen
ins Ohr zu hauchen.
(Gerhard Feil)
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Der zarte Hauch eines Versprechen

Noch ist der Frühling nicht viel mehr
als der zarte Hauch eines Versprechen.
Aber man kann es bereits sehen, am Abendrot
und fast meint man es hören zu können,
wie sich die ersten Wurzeln
durch den noch halbfrostigen Boden kämpfen.

Noch ist der Frühling nicht viel mehr
als der zarte Hauch eines Versprechen.
Aber schon durchbrechen die ersten Sonnenstrahlen
den grauen Schleier einer Winterschwermut
und frostmüde Glieder erwärmen sich zaghaft
für den Tanz der ihnen keineswegs versprochen wurde.
(Gerhard Feil)
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Licht eines erloschenen Sterns

Deine Gefühle,
waren stark genug
um die Mauern einzureißen
und hell genug
um ihr Licht sogar hinter
meine Schatten zu werfen.

Aber so lange
haben sie dazu gebraucht
dass nun, als sie mich
endlich erreichen
du dich schon längst
von ihnen gelöst hast.

Deine Liebe erreicht mich
wie das Licht eines längst
erloschenen Sterns.
Warmes helles Leuchten
dessen Quelle nur noch
kalt und dunkel fehlt.

Selbst mein Seufzen scheint
wie der Knall einer Pistole
deren Kugel längst getroffen hat.
(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   https://www.gegge.de

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