unveröffentlichtes - 04/2018

von Nähe und Abstand So nahe möchte ich dir sein, dass zwischen uns für deine Sorgen kein Platz mehr bleibt. So viel Abstand will ich halten, dass der Verwirklichung deines Selbst keine Grenzen gesteckt werden. An dich anschmiegen will ich mich wie ein passendes Puzzleteil mit dir verbunden sein zum Bild des Augenblicks. Loslassen will ich dich um aus dem Abstand heraus nur mit den Augen Dich zu streicheln. So nah möchte ich dir sein, dass keiner mehr sagen könnte wo du beginnst und wo ich ende. So tief in dir sein, dass ich mich spüre wenn ich dich streichel. So fern will ich dir bleiben dass Du mich an deinen Knöcheln nicht als Fessel spürst. Für deinen Sprung ins Abenteurer will ich das lockere Seil an deinen Füßen sein. Dir unendlich Sicherheit geben ohne deine Freiheit einzuschränken - so nah möchte ich dir sein. Du tust mir gut. Mit jedem Wort. Und zwar an einer Stelle, an die ich selber nicht hinkomme. Du tust mir so gut, dass ich vor lauter Freude weinen könnte, nur um dann über jede Träne zu lachen. Ach … könnt ich nur Ach könnt ich nur mit meinen Worten eine Brücke weben die zu Dir reicht wie die Hand die ich Dir reichen will. Ach könnte ich nur mit meinen Worten selbst aus der Ferne Dir so Nahe sein und in dieser Nähe zart - und in dieser Zartheit dich warm spüren. Ach könnte ich nur mit meinen Worten dich auf einer Brücke schon aus der Ferne zart warm spüren und dabei schweigend nichts als dich atmen. Wie ein trotziges Kind Wenn das Herz kläglich pochend am Boden liegt und sich weigert wieder mal aufzustehen als wäre nichts gewesen. Die kurze Romanze Buchstaben fanden einander, Wörter reichten sich die Hände, Sätze nahmen sich in die Arme. Absätze tanzten — unbeschwert. Mit zauberhafter Leichtigkeit erschuf sich aus dem Nichts eine Geschichte mit einer Melodie die laut gesungen werden wollte. Zwischen den Zeilen brodelten Hoffnungen und Wünsche Sehnsüchte kochten ihr Süppchen und Zweifel und Ängste versalzten es. Unvermittelt verstummte die Melodie. Die Geschichte zerfiel in Sätze die wiederum in Worte zerfielen und alles leichte ward wieder schwer. Es blieb zurück — ein Haufen aus verwirrten Buchstaben, von denen nicht mehr als vier noch zueinander standen ende (Gerhard Feil)

von Nähe und Abstand

So nahe möchte ich dir sein,
dass zwischen uns für deine Sorgen
kein Platz mehr bleibt.

So viel Abstand will ich halten,
dass der Verwirklichung deines Selbst
keine Grenzen gesteckt werden.

An dich anschmiegen will ich mich
wie ein passendes Puzzleteil mit dir verbunden sein
zum Bild des Augenblicks.

Loslassen will ich dich
um aus dem Abstand heraus nur mit den Augen
Dich zu streicheln.

So nah möchte ich dir sein,
dass keiner mehr sagen könnte
wo du beginnst und wo ich ende.
So tief in dir sein,
dass ich mich spüre
wenn ich dich streichel.

So fern will ich dir bleiben
dass Du mich an deinen Knöcheln
nicht als Fessel spürst.
Für deinen Sprung ins Abenteurer
will ich das lockere Seil
an deinen Füßen sein.

Dir unendlich Sicherheit geben
ohne deine Freiheit einzuschränken
- so nah möchte ich dir sein.
(Gerhard Feil)
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Du tust mir gut.

Du tust mir gut. Mit jedem Wort.
Und zwar an einer Stelle,
an die ich selber nicht hinkomme.

Du tust mir so gut, dass ich
vor lauter Freude weinen könnte,
nur um dann über jede Träne zu lachen.
(Gerhard Feil)
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Ach … könnt ich nur

Ach könnt ich nur
mit meinen Worten
eine Brücke weben
die zu Dir reicht
wie die Hand
die ich Dir reichen will.

Ach könnte ich nur
mit meinen Worten
selbst aus der Ferne
Dir so Nahe sein
und in dieser Nähe zart -
und in dieser Zartheit
dich warm spüren.

Ach könnte ich nur
mit meinen Worten
dich auf einer Brücke
schon aus der Ferne
zart warm spüren
und dabei schweigend
nichts als dich atmen.
(Gerhard Feil)
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Alles im Griff

Du hast alles im Griff
Deinen Job
Deine Finanzen
Deinen Alltag
All das hast du im Griff

aber nicht minder
im Griff hat all das
dich.
(Gerhard Feil)
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Fleischeslust

Mit allen Sinnen Dich begehren
Dich berühren wollen, ...schmecken,
Nach deinem Innen sich verzehren
Dich küssen wollen, ...lecken.

Mit starker Hand Dich an mich binden
Energisch ...und doch zart
Geblendet deine Schönheit finden
dahinschmelzend und hart

Höre Blut durch Adern rauschend
Mein Herz schlägt einen Purzelbaum
Und noch deinem Atem lauschend
erwache ich - nur ein Traum.
(Gerhard Feil)
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Wie ein trotziges Kind

Wenn das Herz
kläglich pochend
am Boden liegt
und sich weigert
wieder mal aufzustehen
als wäre nichts gewesen.
(Gerhard Feil)
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Auf der Suche
nach längst verlorenem

Wir laufen unserem Glück hinterher.
Selbst dann -
wenn es nicht mehr vor uns liegt.

Und nun... kommt mir
deine Liebe entgegen
mit zaghaften Schritten

die innehalten
bevor sie mich erreichen.
(Gerhard Feil)
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Keineswegs verschlossen

Deine Liebe zu mir
sie könnt mich wohl entzücken
würde sie an der Tür
nicht ziehen - sondern drücken.
(Gerhard Feil)
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Leichtfüßige Schwermut

Tief sollen die Gefühle reichen
und bis zum Himmel hoch führen
Nah sollen sie gehen
und doch bis ans Ende der Welt
Beschwert mit Mut und Selbstvertrauen
sollen sie die Leichtigkeit besitzen
nicht zur Last zu fallen
Zart und klein genug sollen sie sein
um in den kleinen Riss zu dringen
den deine Seele ihnen öffnet
und doch groß und stark genug
um nicht an deinem Widerstand zu brechen.

Und selbst all dies wäre Dir
zuviel - und dennoch nicht genug.
(Gerhard Feil)
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Die kurze Romanze

Buchstaben fanden einander,
Wörter reichten sich die Hände,
Sätze nahmen sich in die Arme.
Absätze tanzten — unbeschwert.

Mit zauberhafter Leichtigkeit
erschuf sich aus dem Nichts
eine Geschichte mit einer Melodie
die laut gesungen werden wollte.

Zwischen den Zeilen brodelten
Hoffnungen und Wünsche
Sehnsüchte kochten ihr Süppchen
und Zweifel und Ängste versalzten es.

Unvermittelt verstummte die Melodie.
Die Geschichte zerfiel in Sätze
die wiederum in Worte zerfielen
und alles leichte ward wieder schwer.

Es blieb zurück — ein Haufen
aus verwirrten Buchstaben,
von denen nicht mehr als vier
noch zueinander standen

ende (Ein Bruchstück von Liebende)
(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   https://www.gegge.de

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