Rummelplatz der Gefühle

Ich sitze auf einer Schaukel die nie zur Ruhe kommt.
Immer auf und ab - und vorwärts und zurück.
Aber was stößt mich weg - und was zieht mich an?
Oder werde ich nur gezogen, oder nur gestoßen, und warum..?

Ich wünsche mir nichts so sehr, als endlich zur Ruhe zu kommen.
Aber wo werde ich zur Ruhe kommen falls es diese Ruhe überhaupt gibt?
Finde ich den ersehnten Frieden wirklich in der Mitte der Bewegung?
Also nicht wirklich bei dir - und auch nicht ganz ohne dich?

Wie soll ich auf diese Frage eine Antwort erhalten,
solange ich aufpassen muß, nicht von der Schaukel zu fallen?
Und.. was nützte mir die Antwort, wenn ich dann
nur noch neben meinem Leben stünde?

Manchmal denke ich mir einfach .."es ist gar keine Schaukel".
Dann bin ich auf einem Karusell. Alles dreht sich im Kreis,
zu schnell um klar zu erkennen - zu schnell um auszusteigen.
Dann gibt es keine Fragen mehr und keine bewußte Richtung.

Ganz anders ist die Achterbahn die so ganz ohne Gleichmäßigkeit
mit ständigem Richtungswechsel obgleich stetig immer vorwärts.
Schnell, und wenn doch mal langsam, dann nur um erneut zu beschleunigen
Das ist dann beinahe so wie beim Sex und auch ganz ohne Ruhe.

Aber wo ist das Riesenrad? Wo ist der Überblick und Weitblick?
Und wenn ich es fände - wo wäre das Risiko und der Spaß?
Wo wäre die Lebensfreude und wo wäre ich?
Hoch über dem, was ich unten auf der Schaukel zurückgelassen habe?
Und wer würde die Antworten, die mir dann vermutlich
gar nicht in den Sinn kämen, überhaupt hören?

Genug Rummel für einen Tag.
Ich gehe .. Oder schaukle ich bereits schon wieder?

Oder sitze ich mittlerweile ohne einem Gegenspieler allein auf einer Wippe?