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Liebeskummer – Gedichte von Gerhard Feil

NAHAUFNAHME MIT WEITBLICK Manchmal ist es so kalt, dass man sich an Gedanken die Finger verbrennt. Manchmal ist es so grell, dass sich sogar Gefühle in den Schatten flüchten. Aber nie ist es so leise, dass man es hören könnte, wenn ein Herz zerbricht. (Gerhard Feil)
KLIMAWANDEL DER GEFÜHLE es wird langsam frostig, von der einstigen Nestwärme mittlerweile keine Spur mehr. Heftige Stürme peitschen, egal aus welcher Richtung — immer nur Gegenwind. Der Himmel wird finster, voll dunkler Regenwolken, die sich über mich ergießen. Das Klima wird rauer, seit sich deine Gefühle wandeln. (Gerhard Feil)
AUSGERECHNET IM WINTER die Seen sind zugefroren die Flüsse führen kaum Wasser die Äste sind morsch (Gerhard Feil)
ES KREUZT KEIN WEGDEN ANDEREN MEHR wo wir einander einst gefunden weicht heute jeder jedem aus man dreht einsam seine Runden und fährt allein wieder Nachhaus' wo sich einst uns're Wege kreuzten kreuzt kein Weg den anderen mehr. was früher einmal eine Kreuzung ist jetzt nur noch ein Kreisverkehr. (Gerhard Feil)
KUMMER & SCHMERZEN außer Kummer und Schmerzen schenkst Du mir nichts und dennoch liebe ich Dich außer Kummer und Schmerzen schenke ich Dir alles und dennoch liebst Du mich nicht außer Kummer und Schmerzen bleibt uns nur noch die Liebe die wir nicht teilen. (Gerhard Feil)
Ohne große Worte das Wie du es mir antust ist bei weitem schlimmer als das Was du mir antust je hätte sein können (Gerhard Feil)
WELCHE GEFÜHLE? ich habe versucht dich für mich zu gewinnen aber mein Los war eine Niete. ich habe versucht dich langsam zu erobern aber mein Feldzug war ohne Glück. ich habe versucht dich wirklich zu verdienen aber dein Dank hielt sich in Grenzen. nur eines habe ich nie versucht: meine Gefühle zu leugnen - Welche Gefühle? (Gerhard Feil)
ZEIT ZUM DENKEN Während ich gerade über uns nachdenke und darüber, was da schiefgelaufen ist, fällt mir auf… dass ich all die Jahre immer nur an dich gedacht habe, und dass es Zeit wird, mal wieder an mich zu denken. (Gerhard Feil)
WIRKLICH SCHÖN Ich tauche mit ungeahnter Leichtigkeit im handwarmen Wasser und genieße eine trügerische Illusion. Ich fühle mich geborgen und unbeschwert getragen von den Wellen der Zärtlichkeit und völliger Hingabe. Es ist mir egal dass es unvernünftig und unrealistisch und eigentlich nicht einmal wünschenswert ist. Es ist mir auch egal, dass ich kein guter Schwimmer bin, es ist einfach wundervoll. Bis zu dem Moment den man ertrinken nennt, war es — wirklich schön (Gerhard Feil)
SCHON WIEDER Wie du schon wieder mein ganzes Leben einfach so auf den Kopf stellst, als wäre es dein eigenes. Und wie du schon wieder dein ganzes Leben einfach so zum einzigen Problem erklärst, als wäre es meines. (Gerhard Feil)
BESCHWERDE …an die Bundesbahn Beim Versuch mich vor Ihren Zug zu werfen wäre ich beinahe erfroren. (Gerhard Feil)
HERZLOS dein verhalten mir gegenüber es taut nicht auf es schmilzt dahin dein herz aus eis (Gerhard Feil)

NAHAUFNAHME MIT WEITBLICK

Manchmal ist es so kalt,
dass man sich an Gedanken
die Finger verbrennt.

Manchmal ist es so grell,
dass sich sogar Gefühle
in den Schatten flüchten.

Aber nie ist es so leise,
dass man es hören könnte,
wenn ein Herz zerbricht.

(Gerhard Feil)
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KLIMAWANDEL DER GEFÜHLE

Es wird langsam frostig,
von der einstigen Nestwärme
mittlerweile keine Spur mehr.

Heftige Stürme peitschen,
egal aus welcher Richtung
— immer nur Gegenwind.

Der Himmel wird finster,
voll dunkler Regenwolken,
die sich über mich ergießen.

Das Klima wird rauer,
seit sich

deine Gefühle wandeln.

(Gerhard Feil)
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AUSGERECHNET IM WINTER

die Seen sind zugefroren
die Flüsse führen kaum Wasser
die Äste sind morsch

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ES KREUZT KEIN WEG
DEN ANDEREN MEHR



wo wir einander einst gefunden
weicht heute jeder jedem aus
man dreht einsam seine Runden
und fährt allein wieder Nachhaus'

wo sich einst uns're Wege kreuzten
kreuzt kein Weg den anderen mehr.
was früher einmal eine Kreuzung
ist jetzt nur noch
ein Kreisverkehr.

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KUMMER & SCHMERZEN

außer Kummer und Schmerzen
schenkst Du mir nichts
und dennoch
liebe ich Dich

außer Kummer und Schmerzen
schenke ich Dir alles
und dennoch
liebst Du mich nicht

außer Kummer und Schmerzen
bleibt uns
nur noch die Liebe
die wir nicht teilen.

(Gerhard Feil)
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Ohne große Worte

das Wie
du es mir antust
ist bei weitem schlimmer
als
das Was
du mir antust
je hätte sein können

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WELCHE GEFÜHLE?

ich habe versucht
 dich für mich zu gewinnen
 aber mein Los war eine Niete.

ich habe versucht
 dich langsam zu erobern
 aber mein Feldzug war ohne Glück.

ich habe versucht
 dich wirklich zu verdienen
 aber dein Dank hielt sich in Grenzen.

nur eines habe ich nie versucht:
 meine Gefühle zu leugnen
 – Welche Gefühle?

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ZEIT ZUM DENKEN

Während ich gerade über uns nachdenke
und darüber, was da schiefgelaufen ist,

fällt mir auf…

dass ich all die Jahre immer
nur an dich gedacht habe,
und dass es Zeit wird,
mal wieder an mich zu denken.

(Gerhard Feil)
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WIRKLICH SCHÖN

Ich tauche mit ungeahnter Leichtigkeit
im handwarmen Wasser
und genieße eine trügerische Illusion.

Ich fühle mich geborgen und unbeschwert
getragen von den Wellen
der Zärtlichkeit und völliger Hingabe.

Es ist mir egal
dass es unvernünftig und unrealistisch
und eigentlich nicht einmal wünschenswert ist.

Es ist mir auch egal,
dass ich kein guter Schwimmer bin,
es ist einfach wundervoll.

  Bis zu dem Moment
  den man ertrinken nennt,
  war es — wirklich schön

(Gerhard Feil)
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SCHON WIEDER

Wie du
schon wieder
mein ganzes Leben
einfach so
auf den Kopf stellst,
als wäre es dein eigenes.

Und wie du
schon wieder
dein ganzes Leben
einfach so
zum einzigen Problem erklärst,
als wäre es meines.

(Gerhard Feil)
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BESCHWERDE

…an die Bundesbahn

Beim Versuch mich
vor Ihren Zug zu werfen
wäre ich beinahe erfroren.

(Gerhard Feil)

HERZLOS

dein verhalten
mir gegenüber

es taut nicht auf
es schmilzt dahin

dein herz aus eis

(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   http://www.gegge.de