Lyrik von Gerhard Feil
Prosa von Gerhard Feil
Gast-Gedichte & Weisheiten
privates von Gegge

zwischen Gestern & Morgen - im freien Fall

Völlig unmöglich

Wie soll man
sich jemanden
aus dem Kopf schlagen
den man
ins Herz
geschlossen hat?

(Gerhard Feil)

Kraftlose Worte

Kein Liebesgedicht
bringt mich dir näher

und allen Weisheiten zum Trotz
bleibe ich ein Narr

vernarrt in ein Herz
das mich nicht hört
und auch nicht lesen mag

(Gerhard Feil)

Gedankenfreiheit

ich denke an dich und mich
ich denke an uns und daran
dass es kein Wir gibt
und plötzlich
reichen sich diese Gedanken
in meinem Kopf die Hände
essen vom verbotenen Baum
und trinken aus dem Schierlingsbecher

(Gerhard Feil)

Einzelschicksale

du tust mir gut
und ich tue dir gut

aber das bedeutet
leider nicht automatisch

dass auch wir
uns gut tun

(Gerhard Feil)

Egozentrisch

Du wolltest mir
zu verstehen geben,
dass ich zu alt für dich bin.

Verstanden habe ich dich nicht.

Aber etwas anderes habe ich begriffen:
Dass du zu jung für mich bist.

(Gerhard Feil)

Fast wäre ich mir selbst der Näheste

noch näher
als ich selbst
bist mir du

noch öfter
als an mich
denk ich an dich

noch lieber
als bei mir
wär ich bei dir

aber fast
wär ich mir
selbst der Näheste

(Gerhard Feil)

Das Schlimmste

Von allem Unheil
das mir noch
widerfahren könnte
wäre das Ärgste
dich zu verlieren.

Da erscheint es
mir fast schon
als ein Segen
dich noch gar nicht
gefunden zu haben.

(Gerhard Feil)

Glück und Pech

Ich hatte das Glück
das zu finden
wonach ich gesucht hatte.

Und ich hatte das Pech
dass es nicht das war
was ich finden wollte.

(Gerhard Feil)

Ungehaltene Versprechen

was du dir alles
von mir versprichst

das kann ich nicht halten

(Gerhard Feil)

Berührungen

Dein Kummer
und dein Lachen
berühren mich
bis ins Mark

so tief
tiefer als deine Hände
mich je berühren könnten

(Gerhard Feil)

© Gerhard Feil   http://www.gegge.de