Lyrik von Gerhard Feil
Prosa von Gerhard Feil
Gast-Gedichte & Weisheiten
privates von Gegge

zwischen Gestern & Morgen - auf der Balz

Mal nach vorn geschaut

Wäre es nicht schön,
wenn Sie in zehn Jahren
beim Lesen dieser Zeilen
zu mir sagen könnten:
„Schatz, mit diesem Gedicht
hat damals alles angefangen“?

(Gerhard Feil)

Stellen Sie sich vor …

Sie erinnern mich
an jemanden
den ich hoffentlich
demnächst schon
besser kennenlerne

vorausgesetzt
Sie lächeln jetzt

(Gerhard Feil)

Ein Hauch von Mann

Brust raus
Bauch rein
Kopf hoch

Respekt! Ein ganzer Kerl!
(für einen Atemzug)

(Gerhard Feil)

Ordnungskräfte

Es gibt magische Kräfte
die Gleiches zu Gleichem bringen

Herbstlaub
das sich in einer Ecke findet

Regentropfen
die sich in einer Pfütze sammeln

So könnten diese Kräfte
doch auch mich führen

Aber sie führen mich nicht —
sie zerren nur

(Gerhard Feil)
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Alternativlos

Solange du
dein Innerstes
vor mir verborgen hältst

solange kann ich ja
gar nicht anders
als nur dein Äußeres

lieben

(Gerhard Feil)

Drei Fragen

Kannst du mir sagen

ob ich dich nur mag
oder auch möchte

ob ich dich gern habe
oder auch gern hätte

und ob das eine das andere
ausschließen muss?

(Gerhard Feil)

Wort gehalten

Die Morgensonne versprach
einen schönen Tag

aber erst dein Lächeln
löste das Versprechen ein

(Gerhard Feil)

Wegbeschreibung bei der Partnerwahl

Solange dir nicht klar ist
ob du deinem Herzen
oder deinen Trieben
folgen sollst

solange solltest du
deinem Verstand
folgen
(aber auch nur dann)

(Gerhard Feil)

Nicht weit genug

Da beginne ich gerade wieder
meinen Kopf zu erheben
und meinen Blick
in die Ferne schweifen zu lassen …

… und dann kommst du mir
mit dem Naheliegenden

(Gerhard Feil)

Verpasstes Glück

Just in dem Moment
als ich die Wiese
nach einem vierblättrigen
Kleeblatt absuchte …

… bist du an mir
vorbeigegangen

(Gerhard Feil)
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© Gerhard Feil   http://www.gegge.de