Gedichte für Ana von Gerhard Feil

Bilder von Dir

gemacht in guten Zeiten
um glückliche Momente festzuhalten

gemacht ohne zu denken
dass diese Momente vergehen

gemacht ohne zu ahnen
wie sehr es schmerzt

mich jetzt daran zu erinnern

(Gerhard Feil)

Dein Lachen

Ich vermisse schon lange dein Lachen,
schon länger, als mir bewußt ist,
dass es schon längst nicht mehr ich bin,
der dich zum lachen bringt.

Und jetzt, wo ich es weiß,
ist mir genau dieses Lachen
so unerträglich schmerzhaft
in Erinnerung.

(Gerhard Feil)

Kein Inserat

Irgendwo, irgendwann
und aus irgendeinem Grund
sind dir die Gefühle für mich
abhanden gekommen.

Und du hast einfach keine Lust,
sie mit mir zu suchen?

(Gerhard Feil)

unausgewogen

Ich stelle mir immer wieder eine Frage

wiegt es sich auf
Das Glück das wir hatten
die Zuversicht die wir teilten

wiegt sich das auf
mit der trostlosen Leere
in der Du mich nun zurücklässt.

und wie kann es sein
dass sich diese Leere
so vielfach schwerer anfühlt

?

(Gerhard Feil)

Zeit zum denken

Während ich gerade über uns nachdenke
und darüber, was da schiefgelaufen ist,

fällt mir auf...

dass ich all die Jahre immer
nur an dich gedacht habe,
und dass es Zeit wird,
mal wieder an mich zu denken.

(Gerhard Feil)

Ganz nah bei Dir

ich hab mich
so sehr auf dich eingelassen
und mich so sehr
an deine Bedürfnisse angepasst,
dass ich mich jetzt
kaum noch wiederfinde,
seit ich mich nicht mehr
in deiner Nähe suchen kann.

(Gerhard Feil)

Ohne große Worte

das Wie
du es mir antust
ist bei weitem schlimmer
als
das Was
du mir antust
je hätte sein können

(Gerhard Feil)

Deine Zuverlässigkeit

Deine Zuverlässigkeit
ist etwas doppelsinnig
seit deinem Entschluss,
mich zu verlassen.

(Gerhard Feil)

ALLES und NICHTS

ALLES waren wir uns
und NICHTS ist davon noch übrig

Von gestern auf heute - für mich kein morgen mehr
Von heute auf morgen - für dich kein gestern mehr

ALLES waren wir uns
und NICHTS ist davon noch übrig

(Gerhard Feil)

Schon wieder

Wie du
schon wieder
mein ganzes Leben
einfach so
auf den Kopf stellst,
als wäre es dein eigenes.

Und wie du
schon wieder
dein ganzes Leben
einfach so
zum einzigen Problem erklärst,
als wäre es meines.

(Gerhard Feil)

Aus Liebe zu Dir

Wenn all das,
was ich aus Liebe zu Dir
die letzten Jahre getan,
geduldet und ertragen habe,
wenn all das rückblickend
nur vergebliche Mühe war,
dann wäre das schlimm.

Aber es war zum Glück
ja nicht vergeblich,
sondern (wie erwähnt)
aus Liebe zu Dir.

(Gerhard Feil)

Klimawandel der Gefühle

Es wird langsam frostig,
von der einstigen Nestwärme
mittlerweile keine Spur mehr.

Heftige Stürme peitschen,
egal aus welcher Richtung
- immer nur Gegenwind.

Der Himmel wird finster,
voll dunkler Regenwolken,
die sich über mich ergießen.

Das Klima wird rauer,
seit sich

deine Gefühle wandeln.

(Gerhard Feil)

Autoreninfo

Gerhard Feil (ich)

...wurde am 29.10.1966 in Augsburg geboren.
Kein Studium (außer dem Leben an sich)
Ich bin seit 1998 freiberuflicher Webdesigner
und schreibe mir den Kummer von der Seele.
Bild nötig?