Gedichte wegen Ana von Gerhard Feil
vom Haltbarkeitsdatum der Gefühle
Was für ewig gedacht war
hat nicht ewig gehalten
bleibt mir nur die Hoffnung
das dies dann aber auch
für meinen Kummer gilt.
(Gerhard Feil)
Beschwerde
...an die Bundesbahn
Beim Versuch mich
vor Ihren Zug zu werfen
wäre ich beinahe erfroren.
(Gerhard Feil)
ausgerechnet im Winter
die Seen sind zugefroren
die Flüsse führen kaum Wasser
die Äste sind morsch
(Gerhard Feil)
Tränen
...müssen salzig sein
damit sie einem im Winter
nicht an die Wangen frieren
(Gerhard Feil)
was wirklich von Bedeutung ist
ob etwas wirklich von Bedeutung ist
oder ob man dem nur Bedeutung zumisst
das merkt man beim Wegfall
der Bemessungsgrundlage.
(Gerhard Feil)
Fallengelassen
ins Bodenlose,
ins nichts,
in die Vergangenheit
und ohne Zukunft
So wie ich mich gerade
fallengelassen fühle
- so tief fällt keine Kartoffel.
(Gerhard Feil)
Der Fallrückzieher
Wenn ich geahnt hätte,
dass ich so tief falle
- ich hätte einen
Rückzieher gemacht.
(Gerhard Feil)
In Zeiten der Liebe
konnten wir uns
darauf verlassen,
miteinander rechnen
und aufeinander zählen
zu können.
Aber jetzt
rechnen wir nur,
wer was zu zahlen hat.
(Gerhard Feil)
So einfach
Das, was man will
- einfach tun!
und
Das, was man nicht will
- einfach lassen!
(So einfach, wie das klingt,
ist das Leben leider nicht.)
(Gerhard Feil)
Das Richtige
Je mehr ich darüber nachdenke,
was ich falsch gemacht haben könnte,
umso mehr bekomme ich den Eindruck,
dass das Einzige,
was ich falsch gemacht habe,
im Grunde genommen
genau das Richtige war.
(Gerhard Feil)
Ohne Blitz und Donner
Als hätte ein Sturm
das Dach weggefegt
stehe ich urplötzlich
mit meinen Gefühlen
im strömenden Regen
und als hätten
hundert Feuer gewütet
liegt meine heile Welt
in Schutt und Asche
(Gerhard Feil)
Autoreninfo
Gerhard Feil (ich)
...wurde am 29.10.1966 in Augsburg geboren.
Kein Studium (außer dem Leben an sich)
Ich bin seit 1998 freiberuflicher Webdesigner
und schreibe mir den Kummer von der Seele.
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