Lyrik von Gerhard Feil
Prosa von Gerhard Feil
Gast-Gedichte & Weisheiten
privates von Gegge

Mehrfarbige Gedichte von Gerhard Feil

vom Sinn des Lebens

Die Frage nach des Lebens Sinn
stellt man sich meistens mitten drin
und auch zum Ende seines Lebens
sucht man die Antwort noch vergebens.
Dabei wär' eigentlich nur wichtig,
„ihm Sinn zu geben - und zwar richtig!”

(Gerhard Feil)
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Das pure Verlangen

Gemessen an dir
ist das Maß meiner Liebe
die Maßlosigkeit

Gezählt auf dich
ist die Summe meiner Gefühle
eine Unsumme

Gefragt nach dir
ist das pure Verlangen
eine einzige Gier

(Gerhard Feil)

Was hält Dich ab..

Der dünne Faden,
der sich tausendfach
um deinen Leib schnürt,
fesselt dich bei weitem mehr,
als jede noch so starke Kette,
an der ein Schloss hängt,
in dem der Schlüssel steckt.

(Gerhard Feil)
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S o r g l o s i g k e i t

Du lässt mich an
deiner inneren Ruhe
nicht einfach nur teilhaben

Du teilst sie mit mir.

(Gerhard Feil)
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So wie ich
dich küssen will

dazu bräuchte ich
die ganze Nacht

und dann hätte ich
noch nicht einmal

mit dir geschlafen

(Gerhard Feil)
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EIN ROLLENSPIEL

Der Welle ist männlich
und wirft sich der Strand entgegen
immer wieder und wieder
... bis er verebbt

Die Strand ist weiblich
und lockt den Welle um Welle
läßt sich umwerben
... bis er verebbt

Das Küste erzählt sachlich
eine stürmische Geschichte
und zeigt voller Würde
... die Narben der Liebe.

(Gerhard Feil)
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die Wertung

Der Reiche, der am Reichtum hängt,
ist ärmer, als man schlechthin denkt,
denn abgeseh'n von seinem Geld,
ist er der Ärmste dieser Welt.

Mit Freunden, ist der arme Mann,
viel reicher, als man glauben kann,
denn abgeseh'n von ein paar Gulden,
fehlt ihm ja nichts zu seinen Schulden.

Der Mensch, egal, ob arm, ob reich
stirbt irgendwann - da sind wir gleich
Und welchen Wert sein Leben hatte
steht selten auf der Mamorplatte.

(Gerhard Feil)
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VERWÜNSCHT

mögen sich alle von Dir abwenden
und keiner zu Dir stehen
und ich das einzige sein was Dir bleibt

mag Dir nichts gelingen
und tausend Steine sich Dir in den Weg legen,
damit ich Dir helfen kann

und Fieber und Schwäche
sollen Dich ans Bett fesseln -
verzeih mir, daß ich Dich pflegen will

und Kummer und Leid
wünsch ich Dir
damit ich Dein Trost sein kann

Alternativ
wünsch ich Dir alles Glück der Welt
denn das ist es,
was ich für Dich gern sein möchte.

verwünscht

(Gerhard Feil)

Eitelkeit

Deine Liebe zu mir
wäre in Worte gefasst
ein sich im Kreis
um mich herum
drehender Pflug
der sich immer tiefer
in die Erde gräbt
bis am Ende
ein Podest
aus dem Nichts heraus
mich in einem Lichte
glänzen läßt,
von dem Du nicht ahnst
dass es nichts anderes ist
als Deine Liebe zu mir.

(Gerhard Feil)
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HEUTE

Im Frühling noch auf „Wolke Sieben”
tat ich von ganzem Herz'n lieben,
doch heute ist dies nun vorbei
und morgen mir schon einerlei.

Im Sommer hatte ich viel Spaß,
lag hier am See und dort im Gras,
doch heute ist das lang schon her,
und morgen noch einen Tag mehr.

Im Herbst, da war ich ungehalten,
war aufgebracht und zwiegespalten,
doch heute liegt dies weit zurück,
und morgen auch - zu meinem Glück.

Im Winter - schon ein End in Sicht,
folgt die Moral von der Geschicht:
Das Heute ist 'ne Jahreszeit
und morgen schon - Vergangenheit.

(Gerhard Feil)

Das Leben schreibt

Das Leben schreibt wundervolle
und seltsame Geschichten...

...aber LEIDER schreibt es
nicht alle Geschichten

auch ganz zu Ende.

(Gerhard Feil)
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vom wollen und sollen

Wenn das
was du gern tun willst
nicht vereinbar ist
mit dem was du tun sollst

dann frage dich
ob du dein Leben
wirklich leben willst
oder nur leben sollst

und finde heraus
wessen Erwartungen
an dein Leben
mehr Gewicht haben

(Gerhard Feil)
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Autoreninfo

Gerhard Feil (ich)

...wurde am 29.10.1966 in Augsburg geboren.
Kein Studium (außer dem Leben an sich)
Ich bin seit 1998 freiberuflicher Webdesigner
und schreibe aus reiner Freude an der Wortmalerei
Bild nötig?
© Gerhard Feil   http://www.gegge.de