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Gedichte von ERNST FERSTL

AUF DER SUCHE NACH DEM GLÜCK

Für viele Menschen
hängt ihr Glück
von tausenden Dingen ab.
So fehlt ihnen
logischerweise
immer irgendetwas
zum Glücklichsein.

Wenn sie ihr Glück
allein von der Liebe
abhängig machen würden,
könnten sie ihr Glück
in tausenden Dingen
entdecken.

(Ernst Ferstl)

ICH WILL TAUSCHEN

Tausche
sündteure Luxusgüter
gegen eine Kombipackung
Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Tausche
einen randvollen Terminkalender
gegen ein Überraschungspaket
zu Herzen gehender Augenblicke.

Tausche
extragroße Zweifel und
Ängste
gegen eine Familienpackung
Vertrauen und Geborgenheit.

Tausche
ein Leben voll Haben
gegen ein Leben
voll Sein und Sinn.

(Ernst Ferstl)

COMPUTERANALYSE

Du,
sprach der Computerfachmann
zu seiner Freundin,

mit deiner Hardware bin ich
zu neunundneunzigkommasex Prozent
zufrieden,

aber deine Software
lässt noch zu wünschen übrig:
sie muss einfach noch viel,
viel benutzerfreundlicher werden.

O.k.?

(Ernst Ferstl)

SEIN LASSEN

Du musst mich
mich
sein lassen.

Ich muss dich
dich
sein lassen.

Nur das Miteinander,
das dürfen wir
nie
sein lassen.

(Ernst Ferstl)

FORTSCHRITT

Ich
gehe
meinen
Weg.

Du
gehst
deinen
Weg.

Zusammen
gehen wir
noch einen Schritt
weiter.

(Ernst Ferstl)

ERKENNTNIS

Du wärst ganz sicher
das größte Rätsel
in meinem Leben,

wenn da nicht
ich
noch wäre.

(Ernst Ferstl)

TREFFPUNKT

Ich treffe mich
mit dir
am liebsten
im Wir

(Ernst Ferstl)

DU UND ICH

Hätte ich dich
nicht gefunden,

ich würde immer noch
nach mir suchen.

(Ernst Ferstl)

EIN GEFÜHL

Es war mir,
als ob sich
der Himmel
jeden Moment
auf mich stürzt,
als ob mich
der Stille Ozean
als Spielzeug
hin und her wirft,
als ob sich
die Sonne
ausgerechnet in mir
versteckt -
und dabei
hast du mir
doch nur
die Wange
gestreichelt.

(Ernst Ferstl)

UMWEG

Ich liebe
die Umwege.
Am allerliebsten
komme ich
über dich
zu mir

(Ernst Ferstl)

SAG...

Sag deinen Gedanken,
daß ich sie
lesen möchte.
Sag deinen Gefühlen,
daß ich sie
entdecken möchte.
Sag deinem Lächeln,
daß ich schon lange
hinter ihm her bin.
Sag deinem Herzen,
daß ich einen Platz
zum Leben suche.
Sag deinem Wesen,
daß es für mich
wesentlich
geworden ist.
Sag deiner Liebe,
daß ich
nicht genug bekommen kann
von ihr.

(Ernst Ferstl)

Autoreninfo

Ernst Ferstl wurde am 19.2.1955 in Neunkirchen/Niederösterreich geboren.

Wohnort: Zöbern (Bucklige Welt)
Verheiratet, 4 (in Worten: vier!) Kinder
Hauptschullehrer in Krumbach

weitere Infos auf seiner Homepage

Mein Buchtip zu diesem Autor:
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© Gerhard Feil   http://www.gegge.de